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Zum Weltglückstag 2024


Mehr als die Hälfte aller Österreicher blickt laut neuesten Umfragen pessimistisch in die Zukunft. Zwei Drittel geben an, ihr Lebensstandard habe sich verschlechtert. Die Angst vor  sinkendem Wohlstand macht die Runde.


Die angegebenen Gründe dafür sind vielfältig: Teuerung, Inflation, Angst vor Krieg und Klimawandel, zunehmende  Kriminalität, Agression gegenüber Andersdenkenden, gestiegene Kreditkosten, Unzufriedenheit mit der Politik und andere mehr.


Doch  liegen die wahren Ursachen nicht zumeist bei uns selbst?

Ist nicht unsere Vorstellung von Wohlstand und Glück, von einem „Guten Leben“ völlig überzogen?

Abgestellt wird zu oft auf den materiellen Bereich, auf die Sehnsucht danach alles zu haben.


Wir bewohnen zu große Häuser mit Swimmingpools und jedem Schnickschnack. Gleichzeitig jammern wir über die monatliche Kreditrate. Viele fahren Autos, für deren Leasingrate sie  20 Überstunden mehr schuften müssen. Andere können ohne Markenklamotten nicht leben und wundern sich, wenn das Geld schon am 20. des Monats alle ist. Wichtig sind natürlich auch Parties bis zum Abwinken und Urlaub auf Pump, um auf Social Media zu protzen.


Die Folgen sind Depression, Burnout, Orientierungslosigkeit, innere Leere, Krankheit.


Wie wäre es am Weltglückstag einen Blick auf den Artikel 25 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung zu wagen.

Dort wird zu angemessenen  Lebensstandard festgehalten:

Für sich und die Familie Gesundheit und Wohlergehen gewährleisten, Nahrung, Kleidung, Wohnung und ärztliche Versorgung sicherstellen, und das unter Einschluss der notwendigen sozialen Leistungen.

Nicht schlecht, finde ich.


Kommen dazu Freude an der Arbeit, ja, Arbeit soll etwas freudvolles sein, erfüllende soziale Kontakte, faire, wertschätzende Kommunikation auch mit anders Gesinnten, der achtsame Umgang mit Ressourcen, Umwelt und Natur, die Konzentration auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden, dann sind  Zufriedenheit und Zuversicht die Folge. Dadurch wird jeder Tag zum Glückstag.


Nach  maßvoller Anpassung verständlicher materiellen Begehrlichkeiten an den tatsächlichen Bedarf – kleine Konsumsünden inklusive – bleiben meist genügend Mittel, um einen vernünftigen Lebensstandard langfristig zu sichern. 


Dazu gehören gezielte Gesundheitsvorsorge, Absicherung gegen finanzielle Folgen einer Berufsunfähigkeit, kluge Vorsorge für den Lebensabend und einen allfälligen Pflegebedarf.


„Das Bruttoinlandsprodukt interessiert mich nicht. – Mich interessiert das Bruttoinlandsglück“, sagte der alte König von Bhutan im Jahr 1986!


„Eine kluge Ansage“, denke ich mir am Weltglückstag.

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